untertöne (unplugged)

unter allen gräsern / diese untertöne
und unter/schichten versteckte vögel
die blau und blaugrau mit atemnot
wie die ersten aufnahmen vom regen
verwaschen und verreist wie diese
flieger, deren bäuche du von unten
mit deinen sehnsüchtigen augen
küsst

aber was ich denke: was weiß wächst
und kalkblau anschwemmt / von mund
zu ohr; ich staub’s in deinen nabel
da liegt’s und du fliegst, ich seh’s mit jedem
dieser sprühsahnenscheißer, die den himmel
zerteilen

aber was soll’s? / wenn ich in der
mittagsluft rolle: auf lichtbrücken
und dem stadtgeflüster, dem meer aus
himbeerkörperlosigkeit – mit dem wind
im anschlag, dem ziehen an den zehen
und den glaskugelgedanken: dann ist
der wille auch nur ein stück leerer
anziehungskraft

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