fassungsvermögen

begriffe sammeln, die sich nicht entzaubern lassen. in kartenhäuser schauen. denkmalpflege betreiben. und himmelblicken. möglicherweise flugzeugspuren verfolgen. den weißen schleppen aus sprühsahne beim verwehen zusehen. und dieses eine mal zu ende denken. auch wenn da stolperfallen warten. denn schweigen kostet den verstand. als würden wir songnamen tauschen. und doch immer wieder die gleichen lieder hören. sorgenfrei sieht irgendwie anders aus – sagst du. und lehnst dabei an der wand. vielleicht auch backsteine zählen. um wände aufzulösen. oder mauern errichten. zwischen denen jemand wohnt. egal wo. nur nicht hier. hier ist kein platz für uns. hier haben wir unser haltbarkeitsdatum überschritten.

warum denkst du ständig in metaphern? deine frage klebt irgendwo. zwischen unausgesprochenen satzhälften. oder hängt im raum. unvollendet, weil unbeantwortet. worte wie bruchstücke. buchstaben aus glas. zerknirscht und zerdacht. trotzdem eine antwort aus blei gießen. sich anstrengen. die stille aufbrechen. mit einem verstohlenen grinsen. aber der sonnenuntergang weist fehler auf. rosarote flicken verschieben die stimmung. von kaltschwarz hin zu freischwimmen ohne rettungsweste. und da oben, sieh nur. ist das nicht ein segelschiff, das die wolken partagiert?

die letzten seiten an die brust pressen. aufsteigen. zerfleddert. aber glücklich. ohne gepackte koffer reiseziele verschwenden. etappenweise zungen verknüpfen. einsteigen. aussteigen. sitzenbleiben. unsicherheiten zur neuen marschroute erklären. dann alles ablegen und noch einmal springen. ohne seil. denn im fallen werden helden geboren. das aufschlagen verschieben wir auf morgen.

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