wiegenlied

da prahlt er feixend über dir – der fette mond!
mit vollem schmatzen tilgt er häuserdächer
und nagt verkrümmt an deinem kalten schlaf.

ich möcht ihn schlingen – den adipösen kreis!
mit rohem hunger löcher in den himmel beißen
und die zähne in den feisten ruhestörer treiben.

für deinen schlummer – ein zigeunerwiegenlied!
mit sternenresten zwischen zähnen sing ich’s dir
und streue zucker in die wachgespeisten augen.

ich nehm dir nun – die aufgetaute regsamkeit!
mit leisem fingerspiel die müde haut umwehen
und dich vor nimmersattem nichtschlaf schützen.

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