umgestürzte träume

ein geäst von ewigliedern:
schrieb ich dir auf deinen bauch.
ich wolkte kieselfeine lieder:
mundgerecht auf deinen hals.

am leeren klang getäuschtes:
so tonlos blieb es ohrersäufend.

schiefumspannte weite naschte:
an dem angstgefüllten überrest.
wo nebel weilte: auf lippenweicher haut:
fing ein fürchterlicht den taumel lautlos auf.

glaslaune: lass mich nicht: wenn lebenskalte müh
mich tagesmüd verzerrt: in saurer milch ersaufen.
nach all dem zaudern weilt in jeder aufgeweichten
nacht: ein lustgeschwitzter stimmenrest in meinem bett.

heb auf: die umgestürzten träume, zerreib:
die fetzen! ich: strick aus sehnsucht flügel!
und warte bis ein ungebrauchter morgen:
dich und mich mit sonnenfackeln weckt.

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