erfüllungsmelancholie

weck mich bei sonnenaufgang, sofern
dein atem flachen nebel streut; behutsam.
streich die schwerelosigkeit hinweg und
gönn der früh ein träges insichkehren.

denn vor dem eingang wartend: glaswolken,
verhüllt mit inkarnat. und unlängst todgeweihte
sollbruchstellen, die auf dächern nackte tänze
in den himmel stampfen. kawummste laut-

malerei, die gedröhne übergänglich macht.
nichtsdestotrotz gibt tagwerk heut bekannt:
durch deine hand will ich aus rohem denken
mich selbst verstärkt bekennen; aufrecht.

dem schulde ich kein anderswo, das diesen
einfall ewiglich umschließt. dem ergebe ich
mich, wie das kläffen dem hund, wie das licht
dem tag, wie das schwarz der ewigkeit. und

werfe glut in diese stunden; glimpflich, fried-
erfüllt. bis ich abends mein letztes wort in
einem schluck auf treues publikum vernichte,
während eine lücke auf dem bettzeug klafft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *