wie viele monde?

ein wolkenloser tropfen nacht:
voll schuldentleerter herzen –
verrinnt planetenlos auf ihrer lippe.

jedes unbeschwerte seufzen:
wenn die hand im nacken weilt –
spielt mir lächelnd einen streich.

mondsüchtige reizfläche:
von augenblicklichtern verziert –
hetzt fremde zungen durch
speichelwarme mundlandschaften.

gähnende häuserschlucht:
aufgerissenes maul aus stein –
schlingt mit weichen zähnen
nass liebkoste fingerspielereien.

du hungerst mich:
doch meinen durst
verstille ich an ihr.
sie atmet schwer:
doch ich verbleibe
abermals an dir.

wo gefälschte liebelei
schlaflos an mir kostet,
wo der morgen rotverdreht
süßen schaum verspeist,
wo verlangen heimatlos
ein innehalten schweigt:
erdenke ich ein trugbild
voll verklärtem einstmalsduft …

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