deine fußspitzen
sie baumeln reglos
über dem offenen meer
der großstadtherzen
was schwimmt so
eiswasserkalt
durch deine augen?
sprich, ist es die
kälte im laternenlicht?
nicht kälte, aber alleine im lichtbrechen der fassaden
alleine und aussichtslos über den flügelschwachen dächern
alleine und deswegen frage ich: nimmst du meine hand
bevor ich falle?
Juli 7th, 2010 | Posted in gedichte | No Comments »
wir sind
wie glücksformeln wie desiderate
auf einem sinkenden schiff von
der auswinterung vertrieben sind
wie langstreckenflieger die sich
einen dachgarten über ihr
wiederkehren wünschen wir
richten uns nach den luftblasen
dem weißen windstoßen der
vereinzelt von zigarettenpausen
schwärmt wenn wir flattern uns
wie heizungsschlingen inmitten
warmwetterfronten verkeilen
sind wir
wie zwei enden ein und
derselben geschichte
Mai 11th, 2010 | Posted in gedichte | No Comments »
du weißt doch selbst
wie zähflüssig
das tick-ticken der uhren
a prima vista
geräuschfremd
zimmerecken verkleidet
wie sehr ich dich
trotz aller fehlerfälligkeiten
mit jedem maitag
wie sehr ich hinter
den tapetenwechseln
ausschau halte
nach der tagschwärze
wie sehr ich
nach deiner nachtweiße
wie sehr ich mich
nach ihr sehne
nach deiner makellosen
unsicherheit
deiner scheu vor dem
lautmalen
der angstlarven
wie alles sinnleer
vom wanken
wie alles achselzuckt
im restmüll
Mai 5th, 2010 | Posted in gedichte | No Comments »
wenn ich dir
augen falte
fast schaufensterzart
den blick leere
weil wir blindfliegen
durch niederschläge
fernverlenkt
& immernochwartend
tagesketten zählen
dann scheint es
als mache der frühe sommer
das warten erträglich
Mai 4th, 2010 | Posted in gedichte | No Comments »
mit dem sonnenausgehen,
dem lichtschalterwippen
zwischen flussaugen,
endet das rote, das leuchten
der verwaschenen vögel.
& drinnen, auf gezuckerten
basslinien, weht zum vierten
mal make it rain über den
plattentellerrand.
April 27th, 2010 | Posted in gedichte | No Comments »
(wir)
bestechen die stunden
mit feigem herz/schaukeln
& reden vorbei: an dieser
kaltfließenden tristesse
finden den beat uns’rer
frühlingslaunen: im aufwind
hinter den wolken/trommeln
latent & sterblicher als sonst
hier oben sind wir:
vielleicht nicht mehr als
seelen/schmeichler mit
wachsweichen federn
& fehlerlosen träumen
April 14th, 2010 | Posted in gedichte | No Comments »
sie rennen also
durch das vergessen
schleifen den gedanken
raureif von der seele
spätabends:
mit wundgerissenen blicken
wie maschinen rollen sie
unbeholfen
vorbei an diesen
puzzleteillichtern
voll aufgebrachtem
zähfluss pocht:
gleichgültigkeit
zwischen den
schläfen der nacht
sie wissen nicht
wo das wasser
spuren hinterlässt
kaschieren ihre schritte
mit wachsmalsorgen
wie sie nähe verschwenden
mit leuchtwarmen augen
wie sie körperstellen verschweigen
mit heimatlosen nicht-worten
wie sie taubheit verdrängen
die frühlingskinder
auf ihrem weg in das
farbenfrierende vergessen
März 23rd, 2010 | Posted in gedichte | 1 Comment »
verläufst dich im
glitzerleichten spuren legen
candy girl
wenn dir die sorgen
aus den augen flattern
versprichst dir kalten rausch
wenn das schimmern
an dir klebt & drehst
den tag im kreis
trostwandlerisch
verliebst dich wieder
ich hab dich gesehen
(allein und zerrissen)
buchstabierst noch den kuss
auf dem weg ins verschwinden
flockentanz
lausche dem sinken
die ohren auf halbmast
die strömung im farbneutral
das lächeln verfault
deine schritte verfehlen dich
nichts als glücksbeschwerer
weiß auf weiß
egal, versuchst jetzt dein glück
auf der anderen seite des himmels
Februar 17th, 2010 | Posted in gedichte | No Comments »
wieder hier sein
zurück & neu vertont
an dieser stelle:
auftreten!
mit dem gewicht
(d)eines schattens
die schnäbel voller sand & ein:
klopf, klopf da drüben am fenster
hinter dem: das meer
mit wellen nach mir wirft
blickfest
die augen in den himmel
werfen & mit
feuerzungen
lichterlosen ketten
folgen
mit nichts als
wachgespültem restschlaf
in den taschen
& den staub aus
erinnerung
kunst &
alkohol
am strand
vergessen
Januar 28th, 2010 | Posted in gedichte | No Comments »
sie legt die augen auf den tag
hat nichts als sonne heut gegessen
ihr dasein läuft jetzt ruhig
durch alles eisgeklammer
sie schluckt die müdigkeit
& fragt im mondscheinstaub die ferne
doch alle fragen weilen blind
& nichts macht ihr den abschied schwer
die leisen tränen streicheln
nur noch aus vergesslichkeit
& aus den sternen regnet
hoffnungswarm ihr wangenrot
& so ist es
dass sich ihr luftzug
im schneefall
veratmet
Januar 18th, 2010 | Posted in gedichte | 1 Comment »