wieder hier sein
zurück & neu vertont
an dieser stelle:
auftreten!
mit dem gewicht
(d)eines schattens
die schnäbel voller sand & ein:
klopf, klopf da drüben am fenster
hinter dem: das meer
mit wellen nach mir wirft
blickfest
die augen in den himmel
werfen & mit
feuerzungen
lichterlosen ketten
folgen
mit nichts als
wachgespültem restschlaf
in den taschen
& den staub aus
erinnerung
kunst &
alkohol
am strand
vergessen
Januar 28th, 2010 | Posted in gedichte | No Comments »
sie legt die augen auf den tag
hat nichts als sonne heut gegessen
ihr dasein läuft jetzt ruhig
durch alles eisgeklammer
sie schluckt die müdigkeit
& fragt im mondscheinstaub die ferne
doch alle fragen weilen blind
& nichts macht ihr den abschied schwer
die leisen tränen streicheln
nur noch aus vergesslichkeit
& aus den sternen regnet
hoffnungswarm ihr wangenrot
& so ist es
dass sich ihr luftzug
im schneefall
veratmet
Januar 18th, 2010 | Posted in gedichte | 1 Comment »
verstoßen
von inseln
daselbst liegen
die vers/toten
ein gähnen
erstickt
den ankommenden
mond
und
alles versinkt
unter
schwarzem schnee
Dezember 2nd, 2009 | Posted in gedichte | 2 Comments »
mit nebelzikaden
bedeckt, die innen-
leben saugen
halb ist es noch
lichtlos im
schlafwagenland
halb ist es rostiger
wind noch vor
dem aufwachen
in mich reingedacht
und das mustern
der fensteraugen
beim warten
auf schwingungs-
tilgung ein
zwangsschlucken
von stromschnellen
was bin ich
angstverschwender
unter deinen
fingerkratzern …
Dezember 1st, 2009 | Posted in gedichte | No Comments »
nur die untiefen
& wie sie
verschwinden
mit der unruhe
des lichts &
deine zunge
die sich in mir
verläuft
wie die klang-
streicher nur
& das ineinander
greifen an der
schmalen grenze
zwischen der enge
der eigenen haut
& deiner weite
nun sind wir nichts
nichts als
ein atemstoß
der war & sich in
erinnerungslücken
versteckt
November 11th, 2009 | Posted in gedichte | No Comments »
es läuft jetzt alles
mondbleich
& ganz gleich
wie deine haut
wie weich
auch alles scheint
es sind die seufzer
die wie regentropfen
in deinen augen
flüstern
Oktober 2nd, 2009 | Posted in gedichte | 3 Comments »
dein enges plauderkleid, das still &
kühl im herbstwind lacht: leg es ab!
leg alles sonnenbaden, sommerlichter
& die alte haut in eine schachtel rein.
streck deinen lungenschlag & fang
mit kleeblatthänden sorgenbrecher.
fang sie auf! & lauf – lauf mit nassen
schritten deinen kummerberg hinauf.
leg dein ohr: ins weiche laub & hör
den farben – hör dem herbstlied zu.
Oktober 2nd, 2009 | Posted in gedichte | 1 Comment »
dein frühstücksblick entlang der pyjamaidylle
& gebeugte morgensätze auf krummen beinen:
mit großen augen aus: kaffeetassen.
restentfremder, kussverachter & dergleichen.
sag, wie denkst du weiter?
während dein haar nach mir: greift.
ganz nebenbei: kissenkratzer,
lose segeltücher & ein blaubeerfleck.
September 7th, 2009 | Posted in gedichte | 1 Comment »
hier war welt schon
immer: war herzschlag
war das klopfen
an membranen: sagst du
an allem zieht: zeit
zieht, wie früher einmal
ohne hast
zieht weiter: sagst du
dein blick wird leer
erdfahl: will flach werden
will verstecken
kaltstart: dein blinzeln
und alles warnt
warnt vor dir
dein lachen: unscharf
nur dein drehen
bleibt: wo alles
alles schon immer
schon immer war
August 23rd, 2009 | Posted in gedichte | No Comments »
im abend stehen
sich diesen untergang aufsetzen
die vögel atmen
die nostalgie abschnallen
lichtbüschel, da oben, schau nur
sie löffeln die wolken
unter dem rot, die dunkeltöne
da, die schattenblätter zittern noch
mit der sonne ausströmen, jetzt
die buntstifte auspacken
über lungenschleier malen
libellenschlag, sieh nur
ein meeresfisch zerreibt die luft
das einstgrün und der wein
leg dich hin, kopfübertauchen
leg dein ohr, leg es halsabwärts, kleines
leg es brustnäher, kleines küstenherz
leg es – auf das klopfen
August 7th, 2009 | Posted in gedichte | 3 Comments »